#03 – Metallkreaturen auf der Spur: Typisch Scrap Metal Art?

Großer Scrap Metal-Bionicle in vergleichsweise einfacher Ausführung vor einem Reifenhandel in Thailand

Großer Scrap Metal-Bionicle aus großen Teilen bestehend, d. h. in vergleichsweise „einfacher“ Ausführung vor einem Reifenhandel in Thailand

Irgendwie ließen mich die ausgefeilten Metallkreaturen von dem Marktstand in Chiang Mai nicht mehr los. Als ich noch einmal dorthin zurückkehrte, begann ich nach weiteren, ähnlichen Ständen Ausschau zu halten. Bald kam ich mit Verkäufern und schließlich auch mit Herstellern ins Gespräch.

So erfuhr ich, dass diese Form der Scrap Metal Art, zu Deutsch die Metallschrott-Kunst, etwa um das Jahr 2000 in Thailand entstand. Typisch dafür ist, dass die Ausgangsmaterialien, sprich das „scrap metal“, fest miteinander zu einem oft sehr komplexen Gebilde – manchmal aus vielen Hunderten oder Tausenden von Teilen – verschweißt werden.

Die ursprünglichen Bestandteile bleiben immer mindestens teilweise sichtbar. Einige sehr große und schwere Scrap Metal Artworks sind zerlegbar. Manche Arbeiten enthalten auch bewegliche Teile.

Einige Beispiel für Scrap Metal Art mit Gebrauchsfunktion:

Es gibt Stücke mit Gebrauchsfunktion, die nicht nur der reinen Dekoration dienen, zum Beispiel Aschenbecher, Stiftehalter, Blumenvasen, Lampen…
Die Maße der Objekte reichen von Tischdekogröße mit wenigen Zentimetern bis hin zu gigantischen 10-15 Meter hohen Riesenskulpturen. Die Oberfläche wird zum Schutz mit Autolack, in der Regel transparent, manchmal jedoch auch farbig, versiegelt.

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